Link verschicken   Drucken
 

Konzeption

1 Unsere Einrichtung stellt sich vor

Die Kindertagesstätte „Kinderlachen“ ist eine Einrichtung in Trägerschaft der Stadt Oelsnitz. Wir verstehen uns als familienergänzende sozial-pädagogische Bildungseinrichtung. Gemäß Betriebserlaubnis des Landesjugendamtes Sachsen betreut die Kindertagesstätte „Kinderlachen“ derzeit 100 Kinder im Alter von 6 Monaten bis12 Jahren zwischen 6.00 und 17.00 Uhr, entsprechend des jeweils abgeschlossenen Betreuungsvertrages.

 

Die Kinder werden in altersgemischten Gruppen betreut:

 

Fischgruppe (0,6-3 Jahre)

Mondgruppe (3-5 Jahre)

Piratengruppe (5-7Jahre)

Hort (7-12Jahre).

 

1.1 Die Geschichte der Kindertagesstätte

1953 wurde die Kindertagesstätte „Kinderlachen“ als Kindereinrichtung gebaut und seitdem als solche durchgehend genutzt. In dieser Zeit fanden vielfältige Umbauten statt. Zu Beginn wurden in der Einrichtung hauptsächlich Krippenkinder betreut, Seit 1991 werden Kindergartenkinder und seit 1994 nun auch Hortkinder in der Einrichtung aufgenommen. Mit all diesen Veränderungen wuchs die Kapazität der Kindertagesstätte.

 

1.2 Bauliche Voraussetzungen

Das gesamte Gelände der Kindertagesstätte ist ca. 7000 qm² groß, davon stehen 1000 qm² im Haus zu Verfügung. Jede Gruppe hat 2 Gruppenräume, eine eigene Garderobe und einen separaten Sanitärbereich. Im Vorschul- und Hortbereich können die Kinder zusätzlich einen Werkraum, einen Sportraum, ein Medienzimmer und einen kleines Spielzimmer nutzen. An beiden Etagen ist ein überdachter Balkon angebracht und gibt so auch bei Regenwetter die Möglichkeit sich im Freien zu bewegen.

 

Unser großzügiger Außenbereich ist so unterteilt, das jede Gruppe einen eigenen Gartenbereich nutzt. So kann altersentsprechendes Spielmaterial zur Verfügung gestellt werden.

 


 

 

1.3 Personal

In unserer Einrichtung arbeiten derzeit 8 staatlich anerkannte Erzieherinnen, eine Dipl. Sozialpädagogin (Leiterin), eine Kinderpflegerin die sich in der Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin befindet und eine Berufspraktikantin im Anerkennungsjahr zur staatlich anerkannten Erzieherin. Die Erzieherinnen arbeiten in festen Gruppen, können aber alle aufgrund ihrer Ausbildung in jedem Bereich (Krippe, Kindergarten, Hort) eingesetzt werden.

Unsere Team wir von einem Hausmeister, einer Reinigungs-und einer Küchenkraft unterstützt.

 

2 Unser Bild vom Kind

Kinder sind Persönlichkeiten, die sich individuell, ihren eigenen Vorstellungen entsprechend, entwickeln. Das bedeutet, das Kind wird nicht gebildet, sondern es bildet sich selbst. Es gibt Zeitfenster/sensible Phasen, innerhalb derer sich bestimmte Fähigkeiten ausbilden. Wir als Erwachsene sind Beobachter und Begleiter, die durch gezielte Beobachtungen die sensiblen Phasen der Kinder erkennen und ihre materielle, räumliche und soziale Umgebung so vorbereiten und gestalten, dass sie den Bedürfnissen , Interessen und Wünschen der Kinder entsprechen.

 

Wir sehen die Kinder als kompetente, ganze kleine Menschen, die dabei begleitet werden ihren Alltag immer eigenständiger zu gestalten. Wir trauen Kindern etwas zu, nehmen sie ernst und begegnen ihnen mit Achtung, Respekt und Wertschätzung.

 

Mit allen ihren zur Verfügung stehenden Möglichkeiten versuchen Kinder, die Welt in der sie leben zu verstehen. Kinder begegnen uns mit ihrer eigenen Persönlichkeit auf der Suche nach der eigenen Identität. Dabei sind sie offen für alles, was auf sie zukommt. Sie sind neugierig, experimentierfreudig und lernbegierig.

 

Der Motor für ihr Handeln ist ihr Gefühl und ihre Intuition, sie denken, entscheiden und handeln selten vorausschauend. Daher können sie noch nicht die volle Verantwortung für ihr Handeln tragen. Auch haben Kinder noch keine festen Normen verinnerlicht. Sie probieren aus, stellen Regeln und Grenzen in Frage. Kinder sind von Natur aus positive Wesen, die sich spontan, unbefangen und vertrauensvoll auf eine Beziehung mit uns Erwachsenen einlassen. Sie brauchen gleichermaßen Freiräume und Grenzen.

 

Die Kinder sind Ausgangspunkt und Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit und Planung.

Die Rechte der Kinder sind für uns genauso wichtig wie die der Erwachsenen. Im Umgang miteinander lernen die Kinder, dass aus Rechten auch Pflichten entstehen. Partizipation ist ein wesentliches Element der demokratischen Lebensweise. Es geht um das Recht der Kinder, ihre Meinung frei zu äußern und diese Meinung angemessen und entsprechend ihres Alters und ihrer Reife zu berücksichtigen. Das heißt, dass Kinder in möglichst viele Entscheidungsprozesse, die ihre Person betreffen, einbezogen werden:

  • Sie werden angeregt sich eine eigene Meinung zu bilden.

  • Sie lernen ihre Bedürfnisse in eigene Worte zu fassen.

  • Ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt.

  • Sie lernen Möglichkeiten der Konfliktbewältigung kennen.

  • Sie lernen Verantwortung zu tragen, für ihre Entscheidung und deren Folgen.

  • Sie lernen andere Meinungen und Standpunkte zu tolerieren und Kompromisse einzugehen.

  • Sie lernen anderen zuzuhören und andere aussprechen zu lassen.

 

 

3 Unsere pädagogischen Grundsätze und Prinzipien

 

3.1. Die Ziele unserer pädagogischen Arbeit

Unsere Kita versteht sich als Bildungseinrichtung, die die Kinder vom ersten bis zum letzten Tag in ihrer Entwicklung und Persönlichkeitswerdung optimal fördert. Unser Ziel ist es, den Kindern ein Umfeld und eine Atmosphäre zu schaffen, in der sie sich wohl fühlen und optimal in ihrem eigenen Tempo entwickeln können. Wir wollen die natürliche Neugier der Kinder unterstützen, deren eigenaktive Bildungsprozesse herausfordern und Themen der Kinder aufgreifen und erweitern.

 

Hierbei orientieren wir uns an dem Sächsischen Bildungsplan und den darin formulierten Bildungsbereichen:

  • Somatische Bildung

  • Soziale Bildung

  • Kommunikative Bildung

  • Ästhetische Bildung

  • Naturwissenschaftliche Bildung

  • Mathematische Bildung

  • Religiöse Grunderfahrungen und Werteentwicklung

 

Diese Bereiche werden gleichrangig beachtet, sie sind nicht untereinander abgegrenzt, sondern überschneiden sich im Kita-Alltag.

 

Durch verschiedene Maßnahmen (z.B. Lernangebote, Freispiel sowie Material. und Raumangebot) machen wir den Kindern diese Bildungsbereiche zugänglich und begleiten sie dabei. Hierbei werden die Kompetenzen der Kinder durch regelmäßige Beobachtungen, in den Portfoliomappen dokumentiert und gezielt reflektiert. So wollen wir eine Unterstützung der individuellen Kompetenzen eines jeden Kindes ermöglichen.

Der Kindergartenalltag wird durch feste Rituale bestimmt:

  • Gemeinsames Frühstück

  • Morgenkreis

  • Spiel- und Arbeitsphase

  • Mittagessen und Mittagsschlaf

  • Vesper

  • Spielphase

 

Im Krippenalter (0,6-3 Jahre) sind die Kinder dem Bereich der Fischgruppe zugeordnet. Die max. 28 Kinder sind in zwei Gruppen mit jeweils zwei Erzieherinnen unterteilt. Jeder Gruppe stehen zwei bzw. drei Räume sowie Sanitärbereich zur Verfügung. Im Kindergartenalter (3-7 Jahre) sind die Kinder in zwei Gruppen unterteilt. In einer Gruppe werden die 3 bis 5 jährigen mit zwei Erzieherinnen betreut. Diesen Kindern stehen drei Räume zu Verfügung, die in verschiedene Themenbereiche unterteilt sind. Diese können sie im Freispiel frei wählen.

 

Die zweite Kindergartengruppe setzt sich vorwiegend aus Vorschulkindern (Piratengruppe) zusammen. Diese Gruppe kann sich im gesamten Erdgeschoß frei bewegen. Die einzelnen Räume sind nach einzelnen Themen gestaltet die die Kinder in Absprache mit ihrer Erzieherin nutzen.

 

Die Hortkinder (ca.7-12Jahren) verbringen nach Schulende den Nachmittag gemeinsam mit der Piratengruppe im Erdgeschoß der Kita. Neben hortspezifischen Angeboten wie Hausaufgabebetreuung nehmen auch hier das offene Freispiel und Angebote einen zentralen Punkt ein.

(weitere Ausführungen siehe Pkt. 4.1)

 

3.2. Die Rolle der Erzieherin

Wir begreifen uns als Wegbegleiter und Fürsprecher der Kinder über einen längeren und wichtigen Zeitraum hinweg. Unser Ziel ist es, den Kindern ein Umfeld und eine Atmosphäre zu schaffen, in der sie sich wohl fühlen und optimal in ihrem Tempo entwickeln können. Hierzu gehören viele Freiräume, aber auch Regeln und Grenzen zur Orientierung und Sicherheit (siehe Bild des Kindes). Unsere Aufgabe ist es, das Kind in seinen Bildungsbemühungen zu unterstützen und herauszufordern. Dazu gehört die Gestaltung einer anregungsreichen materiellen und sozialen Umgebung. Um auf die Bildungsbestrebungen eingehen zu können, müssen Erzieherinnen wissen, mit welchen Themen sich das Kind gerade beschäftigt, was es interessiert und was es besonderes anregend findet. Grundlage jedes Bildungsangebotes muss daher die Beobachtung sein. Wir nehmen das Kind mit seinen Stärken und Schwächen an und begegnen ihm mit liebevoller Achtung. Nur so können wir den individuellen Entwicklungsprozess voranbringen. Wir sind Partner des Kindes, aber auch Ersatz für die Eltern die gerade nicht greifbar sind. Mitgefühl und einfühlendes Verstehen sind Grundvoraussetzungen für solch ein liebevolles und vertrauensvolles Verhältnis. Unser Ziel ist es das Selbstwertgefühl und die Selbständigkeit des Kindes zu stärken und auszubauen.

 

 

3.3 Das Spiel

Das Spiel des Kindes

Ist die Brücke

Zur Wirklichkeit.

(Bruno Bettelheim)

 

Weil das Spiel:

  • der Entwicklung und Förderung der Persönlichkeit des Kindes dient,

  • die Grundlage für erfolgreiches Lernen bildet,

  • und Spielfähigkeit die Voraussetzung für Schulfähigkeit ist,

  • es für Kinder die Möglichkeit ist, ihre Welt spielend zu verstehen, sie zu begreifen und sich zurecht zu finden,

  • in seinen unterschiedlichen Formen den Kindern eine Vielfalt an Lernprozessen anbietet und

  • Auswirkungen auf die emotionale, soziale, motorische und kognitive Entwicklung der Kinder hat.

 

Dies bedeutet für uns in der Kindertagesstätte:

  • Wir räumen dem Spiel oberste Priorität ein und schaffen Bedingungen, so dass die Kinder intensiv und in Ruhe spielen können.

  • Wir nehmen das Spiel der Kinder ernst und wichtig. Es ist genauso anspruchsvoll und anstrengend wie die Arbeit der Erwachsenen.

  • Wir versuchen den Kindern Spielpartner zu sein, die motiviert sind mitzuspielen und echtes Interesse an den Spielergebnissen zeigen.

  • Wir verzichten soweit wie möglich auf Spieleinschränkungen. Das heißt z.B., dass die Kinder dort spielen dürfen, wo es Sicherheit und Abläufe es zulassen, dass sie an speziellen Tagen Spielsachen auch von zu Hause mitbringen dürfen (Spielzeugtage) und das sich die Kinder beim Spielen schmutzig machen dürfen!

 

Hierbei ist das Freispiel im Zimmer und im Freien von größter Bedeutung, weil es selbstgesteuertes und aus einen unabhängigen Impuls entstandene Erfahrungen ermöglicht, entsprechend der individuellen Lernbiograhie eines jeden Kindes.

 

3.4. Pädagogische Planung und die Erarbeitung von Themen und Inhalten

Durch die Orientierung an den einzelnen Bildungsbereichen des Bildungsplanes bei den pädagogischen Angeboten als auch im Raumkonzept schaffen wir ein lernzielorientiertes Umfeld. Dieses wollen wir aber nicht starr sehen, sondern entsprechend der aktuellen Interessen- und Bedürfnislage der Kinder situationsorientiert ausrichten. Für die pädagogischen Angebote orientieren wir uns an den sechs Bildungsbereichen, die wir in gleicher Gewichtung im Wochenverlauf anbieten wollen. Des weiteren greifen wir Themenvorschläge von den Kindern auf – variieren auch spontan ein Angebot – und nehmen die Einflüsse von Jahreszeiten und Jahresfristen auf. Diese bieten uns die Möglichkeit, einen verlässlichen Jahresrahmen mit immer wiederkehrenden Rhythmen zu haben.

 

4 Inhaltliche Einzelfragen

 

4.1 Unser Tagesablauf

 

4.1.1 Die Krippengruppe

Im Vordergrund der Arbeit steht hier die behütete Betreuung und Förderung der Kleinsten. Zwischen 7.30 und 8.00 Uhr können die anwesenden Kinder frühstücken. In Absprache mit den Eltern können die jüngsten Kinder einen Vormittagsschlaf halten. Um 9.00 Uhr findet ein Morgenkreis statt mit anschließender Obstpause.

 

Bis zum Mittagessen, das zwischen 11.00 Uhr und 11.30 eingenommen wird, finden pädagogische Angebote, Freispiel und der Aufenthalt im Freien statt. Ab 12.00 Uhr halten die Kinder Mittagsruhe, der in den Nachmittagskaffe übergeht.

Der Nachmittag gehört dem gruppenoffenen Freispiel.

 

4.1.2 Die kindergartengruppen

Bis 7.30 Uhr werden Krippen- und Kindergartenkinder gemeinsam betreut. 7.30 können die Kinder ihr Frühstück ein nehmen. Bis 9.00 Uhr spielen die Kinder im Freispiel in ihren Gruppen. 9.00 Uhr beginnen die Kinder mit einem Morgenkreis und der anschließenden Obstpause gemeinsam den Tag. Im Anschluss finden die pädagogischen Angebote, das Freispiel sowie der Aufenthalt im Freien statt. Parallel dazu, findet gruppenübergreifend, donnerstags die musikalische Früherziehung durch das Vogtlandkonservatorium und freitags unsere hauseigene Tanzgruppe statt.

 

Ab ca. 11.00 beginnt das Mittagessen mit anschließender Mittagsruhe, die bis ca,13.00/13.30 dauert. Danach treffen sich die Kinder zum Vesper. Es wird versucht, jeden Tag mindestens einmal mit den Kindern nach draußen zu gehen, sei es zum Spaziergang oder in den Garten.  Allen Kindern steht jederzeit ungesüßter Tee an altersentsprechenden Getränkestationen zur Verfügung.

 

4.1.3 Der Hort

Die Kinder des Hortes treffen entsprechend ihres Stundenplanes ab ca.11 .00 Uhr ein und beginnen ihren Tag in der Kindetagesstätte mit dem Mittagessen. Die Kinder der 1. Klasse werden von den Hortnerinnen in der Schule abgeholt, da von der Schule bis zu unserer Einrichtung ein etwa 25 minütiger Fußweg mit einigen verkehrsreichen Punkten zurückgelegt werden muss. Nach einer Erholungsphase beginnen die Kinder mit der Erledigung ihrer Hausaufgaben. Im Anschluss daran, können die Schulkinder verschiedene Angebote in dafür separat eingerichteten Räumen selbständig nutzen. Die Kinder lernen abwechslungsreich und sinnvoll ihre Freizeit einzuteilen und zu verbringen. Im Vordergrund dabei steht der intensive und hohe Bewegungsdrang der Schulkinder nach der Schule. Die Gestaltung der Ferienbetreuung wird gemeinsam nach den Interessen und Bedürfnissen der Kinder geplant. Die Betreuung der Schulkinder im Frühhort besteht an allen Schultagen.

 

Dieses Zusammenleben in einer stark altersgemischten Gruppe gibt den Kindern die Möglichkeit, neue Fertigkeiten zu erlernen und sich mit älteren aber auch stärkeren Kindern auseinanderzusetzen. Die Hortnerinnen beachten dieses Zusammenspiel und greifen dort unterstützend ein, wo es nötig ist. Die Kinder lernen in diesem Prozess auf einander Rücksicht zu nehmen, denn schwächeren Kindern zu helfen und Konflikte nicht durch Gewalt zu lösen. Ein weiterer Aspekt ist, dass der Hortbetrieb die Kinder auf ideale Weise auf die nächste Schulstufe vorbereitet - indem jüngere Schüler täglich mit älteren Kindern zu tun haben, machen sie sich auf spielerische Weise mit dem Schulablauf der oberen Klassen vertraut.

 

Zwischen der Grundschule und unserer Horteinrichtung besteht ein Kooperationsvertrag der regelmäßig reflektiert und beraten wird. Die Zusammenarbeit mit der Grundschule nimmt in der Hortarbeit schon sehr lange einen festen Platz ein. Nicht nur deshalb, weil wir mit den gleichen Kindern und Eltern arbeiten, sondern auch weil Grundschule und Hort Lebens- und Lernorte sind die im Zusammenwirken mit den Eltern einen jeweils spezifischen Bildungs- und Erziehungsauftrag erfüllen. Im Sächsischen Bildungsplan sind die Grundpositionen der Bildung und Erziehung in Horten verankert.

 

 

4.2 Unsere Vorschulgruppe

Die Vorbereitung auf die Schulzeit erstreckt sich auf die gesamte Zeit, die ein Kind in der Kita verbringt. Sie ist als ganzheitliche Erziehung, die alle Entwicklungskompetenzen beinhaltet zu sehen. Hierzu gehören der motorische, emotionale, soziale und kognitive Bereich. Keiner dieser Bereiche kann als einzelner gesehen und gefördert werden, sondern sie greifen immer ineinander. So fördert z.B. das Kneten nicht nur die Feinmotorik unterschiedlicher Körperteile des Kindes, sondern auch die Fantasie, das Selbstbewusstsein und das sozial-emotionale Verhalten.

 

Trotzdem ist für die Vorschulkinder eine Abgrenzung zu den jüngeren Kindern wichtig. Aus diesem Grunde sind in unserer Kinder in der Regel die letzten zwei Jahre vor Schulbeginn gemeinsam in einer Gruppe. Ziel ist, die Gestaltung eines gleitenden Übergangs von der Kita zur Schule. Die Kinder sollen bestärkt werden, diesen neuen Lebensabschnitt mit Freude, Selbstbewusstsein und Neugier zu begegnen. Dabei geht es im Besonderen um:

  • Gruppenfindung (wer kommt in die Schule)

  • Ängste erkennen und wahrnehmen

  • Schule erfahrbar machen

  • Wissen über Räume, Personen und Strukturen vermitteln

  • Selbständigkeit fördern

  • Verantwortungsgefühl stärken

  • Selbstbewusstsein fördern

  • Training von Kompetenzen die auf schulisches Lernen vorbereiten (z. b. Motorik, Wahrnehmung, soziale Kompetenzen, Sprache, Mengen- und zahlenbezogenes Wissen, Zeit-Orientierung, Erschließung der Lebenswelt)

 

In den Kooperationsvereinbarungen, zwischen Kita und Grundschule, sind alle wesentlichen Vereinbarungen geregelt. So finden regelmäßige Absprachen auf Leitungsebene zum Zwecke eines zeitnahen Informationsaustausches statt, pädagogische Fachthemen werden innerhalb der beiden Teams diskutiert und natürlich finden zahlreiche Besuche zu unterschiedlichen Themen der Kinder in der Grundschule statt.

 

4.3 Die Eingewöhnung

Mit Eintritt in die Kindertagesstätte fängt für das Kind und die Eltern ein neuer Lebensabschnitt an, eine Veränderung im bisherigen Rhythmus. Das Kind muss sich von seinen vertrauten Personen lösen und sich auf etwas Neues einlassen. In dieser Übergangsphase ist von unserer Seite eine besondere intensive Begleitung gefordert, für das Kind und die Eltern. Der Zeitraum für die Eingewöhnung ist bei jedem Kind individuell verschieden und kann von 3 bis 16 Wochen variieren Wir wünschen uns eine schrittweise Eingewöhnung, Ein reger Austausch auf beiden Seiten trägt dazu bei, dem Kind Sicherheit und Wohlbefinden zu vermitteln.

 

4.4 Die Beobachtung und Dokumentation

Als Unterstützung und Systematisierung unserer pädagogischen Arbeit arbeiten wir seit 2007 mit den Portpoliomappen. Das Portfolio begleitet das Kind während der gesamten Kindergartenzeit. Es dokumentiert wie ein roter Faden die Lernentwicklung jedes einzelnen Kindes. Dabei ist wichtig, dass alle Gruppen die gleiche Aufteilung des Portfolios verwenden, um die Kontinuität und einen Wechsel in eine andere Gruppe zu erleichtern. Die Aufgabe der Pädagoginnen ist es, die Verantwortung für die Portfolios zutragen und dem Kind das Portfolio zu erklären.

 

Das Portfolio verdeutlicht die Zusammenhänge zwischen dem Lernen des Kindes und dem pädagogischen Konzept unserer Einrichtung. Zusätzlich dazu, haben wir uns für Beobachtungsbögen entschieden, die uns bei der Arbeit begleiten. Mit diesen zwei Instrumenten verfolgen wir zwei Ziele:

  • Wahrnehmung des einzelnen Kindes und seiner Bedürfnisse (wo kann die Erzieherin den individuellen Entwicklungsprozess unterstützen) und

  • Die Früherkennung von Entwicklungsauffälligkeiten.

 

4.5. Zusammenarbeit mit Eltern

In unserem Haus sind nicht nur Kinder herzlich willkommen, sondern auch unbedingt die Eltern, Geschwister und Großeltern. Wir streben mit den Eltern eine Erziehungspartnerschaft an, die es beiden Partnern ermöglicht“ Erziehungsziele,-methoden-und bemühungen aufeinander abzustimmen. Jedes zweite Jahr wählt die Elternschaft einen Elternbeirat der als Verbindungsglied zwischen Eltern und pädagogischen Personal verstanden wird. Elternnachmittage, Elterngespräche, gemeinsame Feste und Unternehmungen sind Angebote zu denen sich Kinder, Eltern und Erzieherinnen auf ein gemeinsames Spielen und Kommunizieren einlassen können.

 

5 Qualtätssicherung

Seit 2008 arbeitet die Einrichtung mit Hilfe des Nationalen Kriterienkatalogs Pädquis kontinuierlich an der Reflexion und Verbesserung der pädagogischen Qualität der Kita. Das Team der Einrichtung hat sich für eine schrittweise Auseinandersetzung mit dem Nationalen Kriterienkatalog entschieden und versteht das Ganze als Prozess der nie vollständig beendet sein kann und immer wieder einer Reflexion bedarf. Der Prozess in der Einrichtung kann im internen Qualitätsbuch verfolgt werden.